Hauptschule Dissen

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(erstellt von Steffi Klein und Funda Demir - bearbeitet von Deolinda Pereira und Ufuk Uzun, März 2000)

Das Sozialpraktikum wird nun schon seit 20 Jahren in den 10. Klassen der Hauptschule Dissen durchgeführt. Bisher hat es den Schülern eigentlich immer gute Erfahrungen gebracht. Die Schüler können sich aussuchen, ob sie zwei Wochen in einem Altersheim, auf einer Sozialstation im Krankenhaus oder in einer Behindertenwerkstatt verbringen wollen. Dabei haben sie an erster Stelle mit alten Menschen zu tun, die pflegebedürftig oder auf irgendeine Art behindert sind. Sie lernen, mit ihnen umzugehen, z.B. Hilfestellung beim Aufstehen und Gehen zu geben. Die Praktikanten können sich aussuchen, ob sie auch alleine mit einem Bewohner zur Toilette gehen wollen.

Man kann auch entscheiden, ob man einer Person durch Essen anreichen helfen möchte.  Außerdem macht man die Betten und reinigt die Bettgestelle. Man leert den Wäschewagen, bezieht Betten, säubert die Fäkalienspüle, fegt den Essraum und putzt die Tische.

Wenn ein Bewohner von einem Pfleger gebadet wird, kann man zuschauen und bei Kleinigkeiten behilflich sein. Nicht alle Schüler freuen sich auf dieses Praktikum. Sie haben Bedenken, alle Aufgaben zu schaffen, ohne dass ihnen übel wird. Doch nach der Erfahrung des Sozialpraktikums, ändern sie ihre Einstellung, manchen von ihnen hat es sogar Spaß gemacht mit den Leuten zu spielen oder sich mit ihnen zu unterhalten und Freundschaften zu knüpfen. Einige überlegen sogar, den Beruf des Altenpflegers zu erlernen.

Auch in den Behindertenwerkstätten in Sutthausen ( www.os-hho.de )und Hilter machten die Schüler neue Bekanntschaften. Sie arbeiteten in Werkstattgruppen zusammen mit Behinderten, halfen in der Küche und verbrachten ihre Pausen mit den Mitarbeitern und Beschäftigten.

Dabei sahen sie, dass viele der Behinderten sehr kontaktfreudig sind, Umarmungen sind sehr häufig. Und so legten die Schüler ihre Angst und Hemmungen vor dem Zusammensein mit behinderten Menschen ab und lernten, mit ihnen zu arbeiten und zu lachen.