Hauptschule Dissen

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Entscheidend ist das wachsende Verständnis für einander

Hemden aus Afrika für die Schülerfirma Teamwork

Osnabrück./ Dissen. Klarer Gewinn für alle: Die Belegschaft der Schülerfirma Teamwork trägt neuerdings bunte Firmenhemden, die Gleichaltrige aus ihrer afrikanischen Partnerschule genäht haben. Wie das gemeinsame Unternehmen zu Stande kam, berichteten die Jugendlichen aus der Hauptschule Dissen anlässlich des Besuches von Kenneth Okorie. Der gebürtige Nigerianer und Koordinator zwischen den Schulen sagte bei der Übergabe der Kleidung: „Entscheidend ist nicht das Geld, sondern das wachsende Verständnis für einander.“ 

Die Schülerfirma Teamwork pflegt die Partnerschaft seit 2002 und hat sogar eine eigens dafür eingerichtete Abteilung, die „Global Workers“. Den Mitarbeitern ist es wichtig, dass sie die andere Kultur kennen lernen und ihre Partner wiederum von ihrer Kultur hören. Dazu führen die Hauptschüler viele Briefkontakte mit den Schülern aus Nigeria in englischer Sprache. „Die Nähmaschinen wurden durch unsere finanzielle Hilfe in Nigeria angeschafft,“ sagt Firmenmitarbeiter Chris Focken.

Weil die Partnerschule St. Gregory´s College im nigerianischen Amiri sich noch im Aufbau befindet, spendet die Schülerfirma regelmäßig einen Teil ihres Gewinns dorthin. Der Schüler Björn Lucht erzählt, dass so schon ein Physikraum im College fertig gestellt werden konnte. „Wir wissen inzwischen, dass es nicht für jedes Kind auf der Welt selbstverständlich ist, zur Schule gehen zu dürfen.“

Kenneth Okorie, der zurzeit in Amsterdam wohnt, brachte nun neben den neusten Nachrichten aus Nigeria und Briefen auch die 40 „afrikanischen Uniformen“ für die Schülerfirma mit. Es handelt sich dabei um Oberteile aus Stoffen mit typisch afrikanischen Mustern. Die Schnitte für die Oberteile wurden von Mitarbeitern der Dissener Schülerfirma entworfen. Teamwork – Mitarbeiter Moritz Neumann und Marlen Poles freuen sich: „Unsere Idee, dass die Jungen Hemden mit Kragen und die Mädchen Oberteile mit V-Ausschnitt erhalten, wurde verwirklicht.“ Mitschüler Ninduya Anton Jeya ergänzt: „In unserer Partnerschaft ist uns Nehmen und Geben wichtig. Wir hoffen, dass die Schüler unserer Partnerschule Erfahrung im Nähen bekommen und sich damit vielleicht sogar einmal ihren Lebensunterhalt verdienen können.“ 

Die Belegschaft der Schülerfirma Teamwork wird die neuen afrikanischen Kleidungsstücke bei Veranstaltungen wie Messen oder Schulfesten tragen und ist ebenso stolz auf das Gemeinschaftsprojekt wie Kenneth Okorie (Mitte hinter dem Firmenschild).

 

 
 
Kenneth Okorie informiert die Mitglieder der Schülerfirma über Aktivitäten der Partnerschule in Nigeria

 

 

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